Pulsuhr zum Schwimmen: Steigerung der Trainingseffizienz im Wasser
- Erklärung der Funktionsweise
- Welche Varianten gibt es?
- Anwendungshinweise
- Etablierte Produkte und Hersteller
Pulsuhren zum Schwimmen Test & Vergleich 2025
Schwimmen zählt zu den beliebtesten Sportarten. Wer etwas für seine Gesundheit tun will, taucht also tief ins Wasser ein: Schwimmen kräftigt die Rumpfmuskulatur, löst Nackenverspannungen, verbrennt eine Menge Kalorien und schont anders als beispielsweise Joggen die Gelenke. Somit ist es nur folgerichtig, dass die im Laufsport längst übliche Herzfrequenzmessung nun auch zunehmend in den Fokus der Schwimmsportfans hinüber schwappt. Für die präzise Pulsmessung inklusive dem praktischen Bahnenzählen ( nie mehr Runden abzählen!) bieten sich hier ebenso wie auch beim Training an Land verschiedene Modelle an, die man in zwei Typen unterteilen kann: Entweder erfolgt die Messung per Brustgurt oder alternativ direkt über das Handgelenk.
Stylische Hingucker: Optik und Design
Sportuhren müssen leicht und kompakt gestaltet sein – das versteht sich von selbst. Ein attraktives Design dürfen sie dennoch haben, denn das Auge trainiert schließlich mit. Während Männer dezente Töne wie Schwarz oder Weiß bevorzugen, existieren für modebewusste Frauen knalligere Farbalternativen, beispielswiese in Blau, Lila oder Rot.
Modern und komfortabel: Die Pulsuhr am Handgelenk
Modelle ohne Brustgurt messen die Herzfrequenz am Handgelenk. Sie sitzen also dort, wo es auch bei herkömmlichen Armbanduhren im Alltag der Fall ist – für den Träger ein gewohntes und somit gutes Gefühl. Gemessen wird durch ein optisch-elektrisches Verfahren: Zwei LED-Lichter auf der Innenseite der Uhr durchleuchten die Adern unter der Haut und bestimmen so den Puls. Diese Pulsuhren sind also sehr komfortabel und bequem in der Handhabung.
Verlässlich und präzise: Die Messung per Brustgurt
Für alle Pulsuhren – ob nun beim Schwimmen oder an Land – gilt: Die Messung per Brustgurt ist die älteste und gleichzeitig verlässlichste Variante, weil sie weniger störanfällig ist als die vergleichsweise neue Handgelenksmethode. Hier befindet sich der Sensor nah am Herzen und liefert somit präzise Ergebnisse, die in Echtzeit an die Pulsuhr weitergeleitet und auf dem Display angezeigt werden. Somit lässt sich das Trainingstempo unmittelbar anpassen, um die Effizienz zu erhöhen.
Du willst mehr? Zusatz-Features für mehr Effizienz
Pulsuhren für den Schwimmsport beschränken sich zunehmend nicht mehr allein auf die Messfunktion im nassen Element: GPS oder auch Sensoren zur Bewegung und Beschleunigungserfassung ermöglichen Extra-Features wie die Erfassung von Details zur Zugfrequenz und Schwimmtechnik, die nützliche Beigaben für die Ermittlung einer gesteigerten Trainingseffektivität sind. Per Bluetooth können diese Daten dann nach dem Training zur Auswertung auf dein Smartphone übertragen werden. Generell gilt: Eine Schwimmuhr mit integriertem GPS ist für das Freiwasser sinnvoll, weil man dort anders als im Schwimmbad mit den festgelegten Bahnen nicht unbedingt die Strecke mitbekommt, die man zurückliegt.
Messungsmethoden unter der Lupe: Alles Geschmackssache
Manche Nutzer kritisieren, dass der Brustgurt scheuert und dadurch Hautreizungen oder im schlimmsten Fall sogar kleine Wunden verursacht. Andere finden schlicht das Gefühl lästig. Für gewöhnlich sitzt er Gurt bei sorgfältigem Anliegen aber so sicher, dass es zu keinen Irritationen kommt oder man ihn sogar während des Trainings komplett vergisst. Anders als im Park, Wald oder Fitnessstudio trägt man im Schwimmbad natürlich Badekleidung, die das Anlegen des Brustgurtes erschweren kann oder nicht dem optisch gewünschten Anblick entspricht. Eine Sportuhr fürs Handgelenk fällt da selbstverständlich diskreter aus. Allerdings wird häufig die Messgenauigkeit beanstandet, denn Wasser ist nun mal ein anderes Element als unsere luftige Atmosphäre, durch die wir sonst rennen, spazieren oder walken: Gerät etwas Wasser zwischen Haut und Sensor beziehungsweise Elektroden, wird das Messergebnis beeinträchtigt. Auch die ungewohnten Armbewegungen beim Schwimmen können der Präzision schaden, manchmal wirkt sich zudem der Chlorgehalt negativ aus. Daher empfiehlt es sich, in ein garantiert wasserdichtes höherpreisiges Brustgurt-Modell zu investieren, da die Messung am Herzen grundsätzlich am zuverlässigsten ist.
Was darf es kosten?
Günstige Einsteigermodelle sind bereits ab 40 Euro erhältlich. Für Top-Produkte mit Zusatzfunktionen muss man allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen, die Preisspanne liegt hier bei 250 bis 800 Euro. Als Entscheidungshilfe lässt sich neben der Einsatzfrequenz dein Trainingsziel nutzen: schwimmst Du als Hobby, für die Fitness oder auch zur Entspannung, ist ein Modell ohne teure Features in der Regel ausreichend. Verfolgst du als ambitionierter Sportler höhere Ziele wie die Teilnahme an Wettkämpfen, macht die Investition in ein höherpreisiges Modell mit diversen Sahnehäubchen durchaus Sinn.
Vorteile | Nachteile |
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Kaufkriterien für Pulsuhren zum Schwimmen
In ihrer Grundstruktur ähneln sich die Schwimmuhrmodelle, die aktuell auf dem Markt sind. Handling, Präzision und Qualität werden von den Nutzern jedoch verschieden bewertet. Die größten Unterschiede gibt es in Bezug auf die Extra-Funktionen. Als Entscheidungshilfe haben wir einige sinnvolle Kaufkriterien für dich in einem Überblick zusammengefasst:
Kriterien | Hinweise |
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Gewicht |
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Messung |
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Besonderheiten |
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Gute Hersteller für Pulsuhren zum Schwimmen
Obwohl die Auswahl an Sportuhren riesig ist, ist die Zahl der speziell fürs Schwimmtraining vorgesehenen Modelle überschaubar. Etablierte Hersteller in diesem Segment sind Garmin, Tom Tom und Polar.
4 sehr beliebte Pulsuhren zum Schwimmen
Garmin Forerunner 735XT und Triathlonuhr

Besonderheiten
- Multisportuhr
- Gut lesbares Display
- Erkennt eigenständig die Wechselzonen
- Anrufe und SMS werden direkt angezeigt
- Hinzufügen von individuellen Sportarten

Garmin vívoactive 3 GPS-Fitness-Smartwatch

Besonderheiten
- Farb-Touchdisplay mit Side Swipe
- 24/7 Information über Stress- und Erholungsphasen
- Musiksteuerung
- Find-my-Phone
- Mobile Payment

Polar Pulsuhr V800 HR JNG Special Edition

Besonderheiten
- Multifunktionale Sportuhr
- Hochauflösendes Display
- Smartphone-Kopplung
- Integriertes GPS
- Speicherung der Trainingseinheiten

Fitness Armband mit Pulsmesser von Smart Technic

Besonderheiten
- Einstellbare Bildschirmhelligkeit
- Integrierter USB-Stecker
- Schrittzähler
- Kamera-Fernbedienung und SMS-Alarm
- Leistungsstarker Akku (hält pro Aufladung bis zu zehn Tagen)

Der richtige Umgang mit deiner Schwimmuhr
Beim Schwimmen fließt zwar kein Schweiß, reinigen sollte man die Pulsuhr dennoch regelmäßig, schließlich können Rückstände wie Chlor an ihr haften. Der Gurt muss nicht nach jedem Training ausgewaschen werden, aber eine Handwäsche einmal wöchentlich ist ratsam. Sicherheit, dass sich keine Bakterien einnisten, die Infektionen verursachen können, bietet die ergänzende Anwendung eines Desinfektionsmittels. Das Armband der Uhr selbst sollte aus weichem Kunststoff sein und wird daher meist ebenso wie das Gehäuse nur mit einem nassen Tuch abgewischt (bei einer Wasserdichtigkeit von zehn Bar kann sie sogar direkt unter fließendem Wasser gesäubert werden). Erscheint die Oberfläche mit der Zeit klebrig oder ist die Sportuhr versehentlich in den Schmutz gefallen, richtet‘s eine intensivere Reinigung, für die auch die Bänder abgenommen (wenn es das Modell zulässt) und in heißes Wasser gelegt werden; zusätzlich kann man sie mit einer Zahnbrüste vorsichtig abschrubben. Chemikalien sollten für die Uhr selbst hingegen nicht verwendet werden.
Gut untergebracht: Die richtige Aufbewahrung
Sportuhren sind zwar recht unempfindlich, doch das gilt nur, wenn man nicht nur hinsichtlich der Pflege, sondern auch bezüglich der Aufbewahrung einige Punkte beachtet. Am sichersten ist deine Pulsuhr in einem Etui, das sie etwa beim Hinunterfallen nicht nur vor Schäden schützt, sondern auch von direkter Sonneneinstrahlung abschirmt, denn die kann zur Fehleranfälligkeit verursachen. Obschon man Pulsuhren natürlich auch im Winter tragen kann, solltest du sie nach dem Training nicht draußen ablegen, denn auch starre Kälte kann langfristig die Präzision zunichtemachen. Optimale Verwahrungsbedingungen bis zum nächsten Einsatz bieten daher die ganz gewöhnlichen Zimmertemperaturen.
Volle Kraft voraus: Leeren Akku vermeiden!
Die meisten Sportuhren haben Akku-Betrieb. Deshalb macht es Sinn, rechtzeitig vor dem Trainingsstart zu überprüfen, ob der Akku ausreichend aufgeladen ist. Grundsätzlich solltest du nach Möglichkeit verhindern, dass er vor dem Aufladen komplett leer ist – optimal ist, wenn er nicht unter 20 Prozent sinkt; andernfalls kann er langfristig Schaden nehmen. Am besten gewöhnst du dir an, den Akku nach jedem Schwimmtraining aufzuladen. Die genaue Laufzeit hängt natürlich nicht zuletzt davon ab, welche Features deiner Pulsuhr du nutzt.
Alternative für Triathleten: Die Multisportuhr
Die meisten Sportuhren sind laut Hersteller wasserdicht. Doch damit ist meist nur gemeint, dass ihnen ein kräftiger Regenschauer beim Laufen nicht schadet. Für einen Einsatz beim Schwimmtraining sind Pulsuhren allerdings nur dann geeignet, wenn sie entsprechend ausgezeichnet sind und man mit ihnen tauchen kann. Springt man hingegen mit einer herkömmlichen Pulsuhr ins tiefe Becken, dringt Wasser ein und schädigt das Innenleben. Schlechte Aussichten für die weitere Funktionsfähigkeit bestehen zusätzlich, wenn sie speziell in den Sommermonaten zunächst der Sonne ausgesetzt war und dann einen abrupten Temperaturwechsel durch das kühle Wasser erfährt.
Wer für einen Triathlon trainiert, wird mit einer Schwimmuhr allein nicht glücklich. Hier bietet sich der Kauf einer Multifunktionsportuhr an: Sie erfasst die Zeiten sowie Messwerte der verschiedenen Sportdisziplinen im Wasser und an Land separat und kann sie bedarfsweise zu einem Gesamtergebnis summieren. Der Kaufpreis von bis zu 800 Euro lässt sich kaum aus der Portokasse bestreiten, doch wenn du für Wettkämpfe auf hohem Niveau trainierst, ist sie eine lohnende Ergänzung deines Equipments.
Fazit
Das Angebot an Pulsuhren inklusive ihrer unterschiedlicher Messmethoden wächst beständig und überrascht immer wieder mit neuen Extra-Features – innovative Modelle können viel mehr als nur den Puls zu messen oder die Zeit zu stoppen. Die Gretchenfrage besteht in der Abwägung, ob du eher mit einem Brustgurt-Modell oder der aufs Handgelenk reduzierten Variante glücklich wirst. Grundsätzlich sei gesagt, dass jede Technik ihre Vor- und Nachteile hat, daher ist die Wahl des perfekten Modells immer eine Einzelfallentscheidung, die nur du selbst(abhängig von deinen Trainingszielen, Wünschen und Gepflogenheiten) treffen kannst. Am besten hörst du dich hierzu unter deinen Schwimmbuddies nach Empfehlungen um, vielleicht bekommst du ja sogar ein Modell zum Testen überlassen.
Weiterführende Links:
- Die Garmin Swim im Training (deutschsprachig): https://www.youtube.com/watch?v=qm3YqNnkLi0
- Die Polar V800 für das Schwimmtraining (englischsprachig): https://www.youtube.com/watch?v=UyYzpdLRilA